Geld anlegen in der Schweiz: Ein Leitfaden für Anfänger
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Geld anlegen in der Schweiz: Ein Leitfaden für Anfänger 

Wer sein Geld anlegen möchte, wird schnell feststellen, dass es dabei in der Schweiz fast so viele Möglichkeiten gibt, wie Käsesorten in einem gut sortierten Supermarkt. Bei solch einer Auswahl fragt man sich dann natürlich: Wo kann ich mein Geld ohne Risiko anlegen? Und welche Option ist für mich selbst die Beste? 

Und genau das macht Geld anlegen für Anfänger ziemlich kompliziert. 

Ob Du Dein Geld in Immobilien anlegen möchtest, oder Dich für nachhaltige Aktien in der Schweiz interessierst; ob Du auf der Suche nach den besten ETFs der Schweiz bist, Dein Geld in Fonds anlegen oder ob Dich einfach ganz grundlegend interessiert, wie Du Dein Geld am besten in der Schweiz investierst: Unser Leitfaden gibt Dir einen Überblick über die wichtigsten Geldanlagen. 

Mit diesen Tipps kannst Du selbst entscheiden, welche Art der Geldanlage für Dich am besten ist, wo Du beim Geld anlegen die besten Zinsen bekommst und wie Du Dein Geld sicher anlegen kannst.

Los geht’s!

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Geld anzulegen?

Bevor Du Dein Geld anlegst, fragst Du dich wahrscheinlich, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Soll man gleich damit beginnen oder noch warten bis sich die wirtschaftliche Lage verändert hat?

Wie Du vielleicht schon vermutet hast, ist die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt leider nicht ganz so einfach zu beantworten. Als Anleger möchte man seine Wertanlage natürlich zu Tiefpreisen kaufen, um dann von Kurssteigerungen zu profitieren. Doch wann ist ein Preis tief? 

Börsen-Experten beobachten den Markt genau und können Prognosen abgeben – ganz sicher kann man sich jedoch nicht sein, dass diese auch tatsächlich eintreten. Ein Beispiel: Anfang der 2000er Jahre hielt man Internetfirmen für unsichere Anlagen und riet davon ab, in Firmen wie Google oder Amazon zu investieren. Hätte man sich beim Börsenstart von Google dafür entschieden, Aktien zu erwerben, wäre man heute, rund 15 Jahre später, bereits Milliardär.

Du siehst also, den richtigen Zeitpunkt, um zu investieren, erkennt man oft erst im Nachhinein. 

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Für eine langfristiges Anlage ist der Zeitpunkt nicht ganz so relevant, da die Erträge weniger Schwankungen ausgesetzt sind. 

Die richtige Aktie auszuwählen kann sich daher anfühlen wie mit verbundenen Augen Darts zu spielen. Wir raten Dir daher dazu, Deine Anlage zu diversifizieren und zwischen verschiedenen Branchen, Ländern und Regionen aufzuteilen, um Risiken zu minimieren. 

Und denke daran: Zeit hilft Schwankungen auszugleichen!

Und man kann es auch so sehen: Je früher Du mit dem Anlegen beginnst, umso länger hat Dein Geld Zeit, für Dich zu arbeiten. Falls Du dich also fragst, ob Du jetzt oder in einem Jahr mit dem Anlegen beginnen sollst, ist die richtige Antwort natürlich «Jetzt!».

Wichtiger als die Situation der Börse ist, dass für Dich der richtige Moment gekommen ist, Dein Geld für mehrere Jahre zu binden. Wenn Du zum Beispiel in Aktien investieren willst, gilt es, mindestens 2’000 CHF zur Verfügung haben, die Du für mindestens fünf Jahre entbehren kannst. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du Dein Geld kurzfristig brauchen könntest und Dir eine langfristige Anlage schlaflose Nächte bereiten würde, dann ist jetzt vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt für Dich, um mit dem Investieren zu beginnen.  

Wenn es darum geht, Geld anzulegen, ist es auch wichtig zu wissen, dass es nie zu früh dafür ist. Auch, wenn Du mit einem kleinen Betrag startest, wirst Du feststellen, dass sich Dein Geld durch Zinseszinsen vermehrt und so einen grossen Effekt auf Dein Vermögen hat. Dafür ist es essentiell , die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen zu kennen, um die richtige Anlagestrategie finden zu können. 

Jung investieren

Nehmen wir als Beispiel an, man möchte mit Anfang 40 mit dem Anlegen beginnen, um für die eigene Rente zu sparen – selbst dann beträgt der Anlagehorizont noch etwa 25 Jahre. Unsere Erfahrungswerte aus der Vergangenheit zeigen, dass Du mit einer diversifizierten Anlage an der Börse mit Erträgen bis zu 6 % pro Jahr rechnen kannst.   

Wichtig ist nur, dass man sein Geld aus dem Bankkonto nimmt und mit dem Investieren beginnt, da das Geld dort bei den üblichen Zinssätzen von 0.01 % auf lange Sicht an Wert verliert. 

Wir bei Yova helfen Dir natürlich gerne bei der Erstellung eines persönlichen Sparplans, der Dir dabei hilft, die richtige Strategie für Deine Bedürfnisse zu finden.

 

Verschiedene Anlagearten im Überblick

Bevor Du beginnst, Dein Geld anzulegen, musst Du zunächst wissen, wo man Geld anlegen kann. Immobilien, Gold und Silber, Aktien, Anleihen, ETFs und Kryptowährungen? Alle diese Optionen zum Geld anlegen werden in diesem Artikel behandelt.

Um Dir einen guten Überblick zu geben, haben wir Dir die jeweiligen Vor- und Nachteile der Anlagearten herausgesucht.  Besonders wichtig ist es auch, dass Du weisst, wo Du Dein Geld sicher anlegen kannst – abgesehen von Deinem Bankkonto. Wir sehen uns auch an, was es für Dich bedeutet, wenn Du Dein Geld auf Deinem Bankkonto liegen lässt, da viele Menschen genau das tun!

Was sind die besten Tipps, um in der Schweiz Geld Geld anzulegen? Falls Du wissen willst, was wir empfehlen, spring einfach direkt zum Ende des Artikels.

Schweizer Anlagearten

 

Geld in Gold und Silber anlegen

Ist es ein guter Tipp Geld in Gold und Silber anzulegen? Fakt ist, dass Menschen seit der Antike in Edelmetalle investiert haben. Auch heute noch sind Gold und Silber eine beliebte und sichere Geldanlage. Wer derzeit über eine Investition nachdenkt, der sollte jedoch noch etwas geduldig sein, denn der Goldpreis befindet sich aktuell auf einem Sechsjahreshoch.

Vorteile:

  • Langfristigkeit: Gold und Silber haben sich im Verlauf der Geschichte als eine Möglichkeit erwiesen, bei der Du Dein Geld sicher anlegen kannst, da sie langfristig einen grundlegenden Wert beibehalten.
  • Sicherheit: Ein physischer Goldbarren gilt als eine sicherere Option als der „Papiermarkt“ für Gold und Silber.

Nachteile:

  • Kosten: Wer sein Geld in Gold anlegen möchte, sollte nicht nur auf den Kaufpreis achten sondern auch die Lager- und Versicherungskosten für Edelmetalle berücksichtigen.
  • Kein wirklicher Ertrag: Investitionen in Edelmetalle kreieren keinen Wert und Edelmetalle haben keinen realen Ertrag. Die Investition lebt von der Hoffnung, dass der Preis steigt.
  • Wirkung auf Mensch und Natur: Der Abbau von Gold und Silber geschieht nicht immer unter Bedingungen, die für Mensch und Natur gut sind.

 

Geld in Fonds anlegen

Wenn Du Dein Geld in Investmentfonds anlegen möchtest, solltest Du erst einmal verstehen, was ein Investmentfonds überhaupt ist und was dabei mit Deinem Geld geschieht. 

Ein Investmentfonds bündelt Dein Geld zusammen mit dem Geld von anderen Investoren und verwaltet es im Auftrag aller Investoren. Daher ist ein Fonds eine so genannte ‚Kollektivanlage‘. Ein Fondsmanager und viele weitere Mittelsmänner und -frauen überwachen den Fonds und treffen Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen für Dich.

Es gibt so viele Fonds, dass ihre Betrachtung viele weitere Artikel füllen könnte. Wir beschränken uns hier auf die wichtigsten Punkte.

Vorteile:

  • Diversifikation: Fonds streuen das Risiko in der Regel über mehrere Einzelinvestitionen, die im Fonds zusammengefasst sind und minimieren so das Risiko von Verlusten.
  • Liquidität: Bei vielen Fonds (nicht bei allen!) kannst Du schnell auf Dein Geld zugreifen und innerhalb weniger Tage bereits wieder über Dein Geld verfügen.
  • Rendite: Warren Buffetts Strategie hat gezeigt, dass passiv gemanagte Fonds aktiv gemanagte Anlagen übertreffen können.

Nachteile:

  • Versteckte Gebühren: Aufgrund ihrer komplexen und vielschichten Struktur sind Fonds ein Mittel, Gebühren zu verstecken. Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass Anlegerfonds oft bis zu viermal teurer sind, als der Anleger ursprünglich annimmt.
  • Fragezeichen bei der Nachhaltigkeit: Bei Fonds kannst Du nicht kontrollieren, in was genau Du investierst. Der Fondsmanager kann jederzeit die Auswahl verändern. Und viele „nachhaltige“ Fonds sind bei genauem Hinsehen gar nicht wirklich nachhaltig.

 

Geld in Aktien anlegen

Wenn Du Dein Geld in Aktien anlegst, hast Du die Möglichkeit, am Erfolg eines Unternehmens direkt teilzuhaben. Denn eine Aktie macht Dich zum Mitbesitzer des Unternehmens. Die Digitalisierung hat den Aktienmarkt für Kleinanleger einfacher und kostengünstiger gemacht. Viele Menschen sehen Aktien nicht als Möglichkeit, bei der sie ihr Geld sicher anlegen können – doch das solltest Du noch einmal überdenken. Denn durch einen guten Mix aus verschiedenen Aktien, in den Du Dein Geld langfristig anlegst, kannst Du das Risiko von Verlusten gering halten.

Aktien oder Obligationen?

Vorteile:

  • Erträge: Aktien bieten langfristig attraktive Gewinnaussichten im Verhältnis zum Risiko.
  • Liquidität: Du kannst Deine Aktien jederzeit verkaufen und hast Dein investiertes Geld innerhalb weniger Tage wieder auf Deinem Konto.
  • Einfach und unkompliziert: Im Gegensatz zu Derivaten und Fonds gibt es keine komplizierten Verflechtungen zwischen Dir und Deiner Anlage. Wenn Du Aktien kaufst, besitzt Du direkt einen Teil der Firma – ohne komplizierte Zwischenstrukturen.
  • Volle Transparenz & Kontrolle: Du siehst jede einzelne Firma, in die Du investierst und kannst genau kontrollieren, in was Dein Geld investiert ist.
  • Nachhaltigkeit: Durch das hohe Mass an Kontrolle, kannst Du in Firmen investieren, die mit Deinen Werten im Einklang stehen. Gleichzeitig kannst Du sicherstellen, keine Unternehmen oder Themen zu unter unterstützen, mit denen Du nicht einverstanden bist (z.B. Waffen oder Klimawandel).

Nachteile:

  • Aktienpreise unterliegen Schwankungen (Volatilität): Die Werte von Aktien bewegen sich täglich auf und ab. Wer Geld in Aktien anlegen möchte, sollte daher darauf achten, ein diversifiziertes Portfolio zu haben und das Geld langfristig zu binden.
  • Risiko von Verlusten bei kurzfristiger Anlage: Durch die Schwankungen der Preise können Aktien kurzfristig zu Verlusten führen. Daher empfiehlt sich bei Aktieninvestitionen ein längerer Anlagehorizont. Bei Yova empfehlen wir mindestens 5 Jahre.

 

Geld in Obligationen / Anleihen anlegen

Du willst wissen, wie Du Dein Geld in der Schweiz sicher anlegen kannst und welche Zinsen Du dafür bekommst? Eine Möglichkeit ist es, in Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen zu investieren. 

Man kann diese entweder Obligationen oder Anleihen nennen – darunter versteht man jedoch das gleiche, nämlich Kredite. Effektiv „leihst“ Du einem Staat oder einem Unternehmen Geld. Für die Laufzeit der Obligation erhältst Du jährlich eine Zinszahlung, und am Ende der Laufzeit erhältst Du Dein Geld zurück. Der Unterschied zwischen Obligationen und Krediten ist, dass Du Obligationen handeln oder weiterverkaufen kannst.

Wenn Du eine Obligation weiterverkaufst, erhält der Käufer dann die Zinszahlung und auch die spätere Rückzahlung. Generell gelten Staatsanleihen (Bonds) als Investition, in die Du Dein Geld ohne Risiko anlegen kannst.

Vorteile:

  • Risiko und Schwankungen: Typischerweise sind Obligationen weniger Schwankungen als andere Geldanlagen ausgesetzt und gelten daher prinzipiell als gute Möglichkeit, wenn man sein Geld sicher anlegen möchte. Wie riskant sie sind, hängt jedoch davon ab, wer die Obligation ausgegeben hat und somit den Kredit zurückzahlen muss.
  • Sicherheit: Obligationen der Schweiz gelten prinzipiell als sehr sicher, da die Schweiz als hochzuverlässiger Kreditnehmer gilt, der seine Schulden stets zurückzahlt.

Nachteile:

  • Schwierigkeiten: Bonds erfordern in der Regel hohe Mindestinvestitionssummen, was viele Anfänger davon abhält, ihr Geld in Obligationen anzulegen. Du kannst diese Schwierigkeiten bei Anleihen jedoch umgehen, indem Du Anteile an einem Anleihen-ETF erwirbst, der viele Anleihen zu einem Fonds zusammenfasst.
  • Erträge: Obligationen haben derzeit vergleichsweise geringe Erträge zu anderen Geldanlagen.

Geld in Exchange Traded Funds (ETFs) anlegen

ETFs (Exchange Traded Funds oder börsennotierte Fonds) haben in letzter Zeit immens an Popularität gewonnen. Viele Anleger suchen im Moment nach den besten Möglichkeiten in der Schweiz in ETFs zu investieren. ETFs sind normalerweise so konzipiert, dass sie einen Index wie den S&P 500 oder den SPI verfolgen.

Vorteile:

  • Diversifizierung: Viele ETFs sind so konzipiert, dass sie über einen guten Grad an Diversifizierung verfügen. Das verspricht Dir gute Erträge und ein geringes Risiko für die Geldanlage.
  • Eigentümerschaft: Du besitzt nur einen Anteil an einem Fonds und nicht die eigentlichen Aktien.
  • Kosten: Da sie passiv verwaltet werden, sind ETFs weitaus billiger als herkömmliche Fonds.

Nachteile:

  • Komplexität: Manchmal kaufen Fondsmanager bestimmte „Optionen“ und machen „Aktientauschgeschäfte“, statt einfach nur Aktien selbst zu kaufen. Das nennt man „synthetische Replikation“. Dadurch können ETFs zu hochkomplexen Finanzprodukten mit schwierig einzuschätzenden Risiken werden.
  • Fragezeichen bei der Nachhaltigkeit: Für ETFs gilt hier leider das gleiche wie für Fonds. Im Vergleich mit Fonds hast Du zwar etwas mehr Transparenz, welche Firmen Deiner Geldanlage zu Grunde liegen (da ETFs Indizes abbilden). Aber Du kannst einzelne Unternehmen nicht ausschliessen oder hinzufügen. Und leider halten auch „nachhaltige“ ETFs oft nicht, was sie versprechen und stecken sehr oft voller böser Überraschungen

 

Geld in Immobilien anlegen

Angesichts der steigenden Mietpreise ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen in der Schweiz ihr Geld in Immobilien anlegen. Es spricht nichts dagegen, eine Mietwohnung aufzugeben, um sein Geld in ein Haus zu investieren, in dem man selbst wohnen möchte. 

Wer allerdings sein Geld aufgrund der Erträge anlegen möchte, sollte einige wichtige Vorüberlegungen anstellen, bevor man den Schritt wagt und in eine Immobilie in der Schweiz investiert.

Vorteile:

  • Geringe Volatilität: In der Schweiz sind die Immobilienpreise vergleichsweise stabil, obwohl sie in den letzten zwei Jahren gefallen sind.
  • Günstige Wohnmöglichkeit: Wer selbst in der gekauften Immobilie wohnt, kann sie zwar nicht zu Geld machen, spart allerdings auf lange Sicht gesehen durch die Investition bei den Wohnkosten.
  • Krisensichere Investition: Selbst, wenn es zu einer Wirtschaftskrise kommt, kann einem keiner die eigene Immobilie wegnehmen. Dies gilt vor allem dann, wenn alle Hypotheken abbezahlt sind und keine Eile zum Verkauf besteht – ansonsten können die Verluste hoch werden.

Nachteile:

  • Hohe Kosten: Immobilien in der Schweiz sind teuer (durchschnittlich CHF 6’900 pro Quadratmeter) und es werden hohe Anzahlungen erforderlich. Ausserdem kommen zum eigentlichen Preis auch noch happige Nebenkosten wie zum Beispiel Maklergebühren und die Grunderwerbsteuer dazu.
  • Liquidität: Wenn Du schnell Geld brauchst und dafür Deine Immobilie verkaufen möchtest, musst Du zunächst einmal einen Käufer finden. Das kann mehrere Monate dauern – oder im Extremfall sogar Jahre.
  • Hohes Risiko aufgrund des meist hohen Fremdfinanzierungsanteils: Wenn ein Objekt mit 20% Eigenkapital finanziert wird, ist dieses Eigenkapital verschwunden, wenn die Immobilienpreise um einen Fünftel korrigieren. Dies kann leicht geschehen, wie zahlreiche Immobilienkrisen in der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben.
  • Mangelnde Diversifikation: Oft liegt ein grosser Anteil des eigenen Vermögens im Eigenheim. Teilweise wird sogar noch die Pensionskasse für den Hauskauf vorbezogen. Damit sind alle Eier im gleichen Korb, im Falle einer Immobilienkrise ist womöglich ein grosser Teil des Vermögens verloren.
  • Geringe Erträge: Grund und Boden ist in der Schweiz oft so teuer geworden, dass der Mietertrag im Verhältnis zum Kaufpreis deutlich unter 5% liegt. Relativ zum damit verbundenen Risiko, ist das eine geringe Ertragsaussicht.
  • Steuerliche Aspekte: Je nach Finanzierungsform können Immobilien wegen der Versteuerung des Eigenmietwerts steuerlich unattraktiv sein.
  • Erhaltung: Die Instandhaltung des Gebäudes und der Umgang mit den Mietern erledigt sich nicht von selbst und fällt unter die Verantwortung des Eigentümers. Eine Immobilie bedeutet im Vergleich zu anderen Investitionen einen hohen Verwaltungsaufwand.

 

Geld in Kryptowährungen anlegen

Sind Kryptowährungen wie Bitcoins, Ether, XPR, Bitfinex oder die neue Facebook-Währung Libra ein vorübergehender Hype oder eine Geldanlage der Zukunft? 

Die Meinungen der Experten gehen in dieser Frage stark auseinander. Manche Menschen sind zu Millionären geworden indem sie ihr Geld in Kryptowährungen angelegt haben, viele andere haben jedoch ihre Ersparnisse verloren. 

Alles in allem ist es ein interessantes Feld, das es zu beobachten gilt. Derzeit ähnelt es jedoch noch stark der Zeit des Goldrausches im wilden Westen des 19. Jahrhunderts!

Vorteile:

  • Einfach und unkompliziert: Transaktionen sind einfach und schnell, vor allem, weil sie nur wenigen regulatorischen Auflagen unterliegen.
  • Spannende Technologie: Dezentrale Netzwerke sind eine interessante Alternative zu herkömmlichen Bankmodellen, da sie die Sicherheit erhöhen können.

Nachteile:

  • Grosse Schwankungen: Der Markt für Kryptowährungen gleicht einer Achterbahnfahrt!
  • Fragwürdige Anbieter: Nicht alle Kryptowährungen gelten als seriös.
  • Kein echter Ertrag: Ähnlich wie bei Edelmetall-Investitionen liefert ein Investment in Kryptowährungen keinen realen Ertrag ab, sondern lebt alleine von der Hoffnung, dass der Preis steigt.

 

Geld am eigenen Bankkonto anlegen

Streng genommen ist das Bankkonto keine Form des Investierens. Aber wir wollten diese Option erwähnen, da viele Menschen standardmässig ihre Ersparnisse einfach auf ihrem Bankkonto liegen lassen und denken, dass sie dadurch abgesichert sind.

Vorteile:

  • Garantien: Wenn Deine Bank bankrott geht, hast Du eine staatliche Deckung von bis zu CHF 100’000.
  • Zugang und Sicherheit: Wenn Du weisst, dass Du Dein Geld in den nächsten ein oder zwei Jahren benötigst, ist es eine gute Idee, es auf der Bank zu lassen.

Nachteile:

  • Negative Erträge: Erträge gibt es auf dem Bankkonto fast nicht. Schweizer Banken zahlen derzeit in der Regel bestenfalls 0,01% Zinsen. Die Preise in der Welt steigen deutlich schneller („Inflation“). Damit verlierst Du unter dem Strich Geld.
  • Versteckte Kosten: Banken sind mitunter Meister darin, Bankgebühren zu verstecken. Mache Dir also vorab bewusst, wofür bei Deiner Bank Kosten entstehen.

 

Wie kannst du Dein Geld am besten anlegen?

Wir von Yova glauben, dass für den Grossteil der Menschen Aktieninvestitionen die beste Form der Geldanlage darstellen. Wichtig ist dabei, dass Du in ein diversifiziertes Portfolio aus mindestens 30 bis 40 Unternehmensaktien investierst, die über verschiedene Länder, Branchen, Industrien, Unternehmensgrössen und Währungen verteilt sind.

Abhängig von Deinem Alter, der Zeitspanne für die Du investieren möchtest, und anderen Faktoren empfehlen wir, einen Teil Deines Geldes in Staatsanleihen anzulegen.

Aber was ist mit dem stärksten Argument gegen Aktien: Was geschieht, wenn die Aktien der Unternehmen, in die Du investiert hast, abstürzen und alles Geld verloren ist?

Das ist ein wichtiger Punkt!

 

Geld langfristig anlegen

Im Februar 2018 erlebte der Dow Jones (einer der wichtigsten amerikanischen Aktienindizes) den grössten Verlust im Verlauf eines Tages in der Geschichte seines Bestehens. Unser Rat an die Anleger bestand darin, ihre Aktien zu halten und sie nicht in Panik zu verkaufen. Und tatsächlich war der Markt innerhalb weniger Wochen wieder zu seinem Ausgangsniveau zurückgekehrt.

Das Beispiel zeigt, dass nicht jeder Absturz ein Desaster bedeutet. Vor allem nicht für Anleger, die sich langfristig am Markt beteiligen. 

Deshalb empfehlen wir unseren Kunden, ihr Geld für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren zu investieren. Marktschwankungen, Hochs und Tiefs sind völlig normal. Sie betreffen vor allem diejenigen, die auf das schnelle Geld aus sind.

 

Diversifizierung als Grundsatz zum Geld anlegen

Das Beispiel des Dow Jones’ zeigt uns auch, warum Diversifizierung wichtig ist. Obwohl einige Krisen in der weltweiten Wirtschaft spürbar sind, konzentrieren sich viele Krisen auf bestimmte Industrien oder Regionen.

Stell Dir vor, Du hättest 100% Deines Geldes in Technologieunternehmen investiert, kurz bevor die Internet-Blase zu Beginn des Jahrtausends geplatzt ist. Oder 100% Deiner Investitionen wären in brasilianischen Aktien geflossen, bevor dort die jüngste Rezession eingetreten ist. In beiden Fällen hättest Du in kurzer Zeit einen Grossteil Deines Geldes verloren.

Besser ist es, Deine Investments breit zu fächern. Das schützt Dich vor dem Risiko, bei Krisen einzelner Industrien oder Regionen finanziellen Schiffbruch zu erleiden.

Das bringt uns zu einer anderen häufig gestellten Frage seitens unserer Kunden:

 

Sollte ich mein Geld in Schweizer Aktien oder in Aktien ausländischer Unternehmen anlegen?

Wir alle wissen, dass die Schweiz einer der sichersten Orte für Investoren ist. Der Schweizer Aktienmarkt wird getragen von der starken Wirtschaft des Landes, der niedrigen Inflation, der niedrigen Staatsverschuldung, sowie einer konstant niedrigen Arbeitslosenquote.

Der Status der Schweiz als „sicherer Hafen“ bringt aber auch Nachteile mit sich. In Krisenzeiten nutzen viele ausländische und lokale Investoren die Chance um ihr Geld in der „sicheren“ Schweiz zu investieren.

Was hat das mit Dir zu tun? Wenn viele ausländische Investoren investieren, können der Schweizer Franken und die Aktienmärkte vor allem in Krisenzeiten mitunter überbewertet werden. Und das ist nicht nur ein fantasievolles Weltuntergangs-Szenario. 

Es hat sich genauso bereits im Jahr 2012 ereignet. Damals hat die Schweizerische Nationalbank die wohl dramatischste Aktion in ihrer Geschichte unternommen: Sie hat den Wert des Frankens an den Euro gekoppelt, um sicherzustellen, dass der Anstieg gebremst werden konnte.

Was wir daraus lernen, ist, dass Du Dein Geld nicht nur in Schweizer Unternehmen anlegen solltest. Einen Teil Deiner Anlage sollten auch ausländische Unternehmen ausmachen, um das Risiko von Verlusten zu minimieren.

Bei Yova empfehlen wir, dass Anleger einen Teil ihrer Anlagen in Schweizer Aktien halten, aber auch Aktien aus ganz Europa und Amerika kaufen, um eine hohe Diversifizierung sicher zu stellen. Das verhindert, dass Dein Investment in einem bestimmten Land unnötigen Risiken ausgesetzt ist.

Ratschläge zur Geld Anlage

Das bringt uns zu einer anderen häufig gestellten Frage …

 

Wie viel Geld soll ich anlegen?

Wenn es darum geht, in den Aktienmarkt zu investieren, gibt es keinen Standardwert. Du kannst starten wie Du möchtest: (fast) so klein wie Du willst oder so gross wie Du kannst. Viele Menschen glauben, man müsse reich sein, um sein Geld in Aktien zu investieren. Das ist völlig falsch!

Als Mindestinvestition empfehlen wir unseren Kunden CHF 2’000. Das ist im Allgemeinen der Betrag, den Du benötigst, um ein ausreichend diversifiziertes Portfolio aus 30-40 Aktien zu erhalten.

Du hast keine CHF 2’000? Bei Yova kannst Du mit CHF 500 beginnen, wenn Du einen Sparplan aufstellst. Wenn Dein Konto dann 2’000 CHF erreicht, beginnen wir, Dein Geld für Dich gemäss Deines Profils und Deiner Präferenzen zu investieren.

 

Wie kann ich meine Geldanlage in Aktien starten?

Mach Dir keine Sorgen. Wir haben grosse Anstrengungen unternommen, um Dir das Investieren ganz leicht zu machen.

Du kannst Dir selbst – völlig kostenlos und unverbindlich – Dein eigenes diversifiziertes Aktienportfolio erstellen.

Wenn Dein Portfolio Dich überzeugt, kannst Du Deine Geldanlage starten. In Deiner Portfolioansicht startest Du dazu die Kontoeröffnung. Nachdem Du Deine Investitionssumme auf Dein Handelskonto überwiesen hast, kümmern wir uns in Deinem Auftrag um alle technischen Details. Das umfasst die Überwachung Deiner Anlage, die jährliche Neugewichtung und die Erfüllung der Verpflichtungen der Anteilseigner (falls Du das nicht selbst tun möchtest).

 

Zusammenfassung: Die besten Tipps zum Geld anlegen in der Schweiz

Zum Schluss haben wir für Dich noch einmal das Wichtigste in aller Kürze zusammengefasst. So behältst Du ganz einfach den Überblick über alle Informationen.

  • Information ist wichtig: Verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage haben verschiedene Vor- und Nachteile. Wichtig sind vor allem das Risiko, die Erträge, aber auch die Frage, wie schnell Du im Zweifelsfall an Dein Geld kommst. Nicht zuletzt ist für viele Anleger die Nachhaltigkeit der Geldanlage ein wichtiges Thema.
  • Aktien bieten gute Erträge: Wir von Yova halten Aktien für die beste Form der Geldanlage. Aktien bieten vergleichsweise gute Erträge bei kontrollierbaren Risiko. Du kannst mit kleinen Beträgen beginnen, und Du kannst auf Deine Investitionen schnell wieder zugreifen, wenn Du sie benötigst.
  • Nachhaltiges Anlegen leicht gemacht: Aktien machen nachhaltiges Investieren leicht. Im Gegensatz zu anderen Anlageformen wie Fonds oder ETFs kannst Du bei Aktien exakt kontrollieren, in welche Firmen Du investierst und in welche nicht. So kannst Du sicherstellen, nur in Firmen zu investieren, die Deinen Werten gerecht werden – und zwar ohne Kompromisse bei den Erträgen.
  • Diversifizierung bringt Stabilität: Abhängig von Deinen finanziellen Zielen und Deinem Risikoprofil kannst Du Dein Geld in Aktien und Anleihen aufteilen. Anleihen bieten auf lange Sicht mehr Stabilität, dafür aber weniger Erträge.

Mit unserem Online-Generator wählst Du ganz einfach nachhaltige und sozial verantwortungsvolle Anlagethemen, welche Deiner Familie besonders am Herzen liegen. Natürlich stets diversifiziert und unter Berücksichtigung Deines Risikoprofils. Deine Yova-Strategie wird vollständig personalisiert und so entworfen, dass Du marktübliche Renditen erreichst.

Aktienanlagen

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Tillmann Lang

Tillmann Lang

CEO und Gründer
E-Mail Adresse tillmann@yova.ch
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Tillmann beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Frage, wie man die Welt nachhaltiger machen kann – und welche Rolle das Finanzwesen dabei spielt. Vor der Gründung von Yova arbeitete Tillmann mehr als 6 Jahre bei der Strategieberatung McKinsey & Company.