Die besten Unternehmen gemäss den UNO-Nachhaltigkeitszielen
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Ein neuer Ansatz, um die besten und schlechtesten Firmen gemäss UN Sustainability Goals zu finden

In den Sitzungszimmern grosser Konzerne werden tagtäglich Entscheidungen getroffen, die tiefgreifende und langfristige Auswirkungen auf unsere Ozeane, unser Klima und die globale Gesellschaft haben können.

Die gute Nachricht ist, dass Du als Verbraucher und Investor bestimmen kannst, wohin Dein Geld fliesst – und damit ein mächtiges Instrument besitzt, um Unternehmen dazu zu bringen, das Richtige zu tun. Die schlechte Nachricht: Als Einzelperson ist es schwierig, an gute Informationen heranzukommen.

Hier setzt Impaakt an. Die in der Schweiz gegründete, offen zugängliche Plattform bewertet und analysiert Unternehmen anhand der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Zu den Zielen gehören dringende Massnahmen gegen den Klimawandel sowie die Gleichstellung der Geschlechter bis 2030.

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Quelle: sustainabledevelopment.un.org

 

In diesem Artikel spricht Yova mit Impaakt-Mitbegründer Sylvain Massot darüber, wie die Plattform Menschen bei der Suche nach Unternehmen, die einen positiven Beitrag zu unserer Welt leisten, unterstützt – und gleichzeitig aufzeigt, welche Unternehmen schlecht abschneiden.

 

Du bist seit mehr als 20 Jahren als Aktienanalyst tätig. Woher kam die Inspiration für Impaakt?

Die Idee dazu stammt von unserem Mitbegründer Bertrand Gacon, der als Profi für nachhaltige Investitionen frustriert war, dass es kein Instrument gab, das die ganzheitlichen Auswirkungen grosser, börsennotierter Unternehmen auf Gesellschaft und Umwelt misst.

Unser Wunsch war es, einen Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung zu leisten, indem wir ein Instrument geschaffen haben, das misst, wo Unternehmen jeweils auf dem Weg zu jedem dieser Ziele stehen – und dieses Instrument dann für alle zugänglich zu machen.

 

Impaakt ist eine kollaborative Plattform. Wer liefert typischerweise Informationen zu Unternehmen?

Wir rekrutieren Mitglieder aus allen möglichen Bereichen, einschliesslich verschiedener sozialer, beruflicher, kultureller, sowie Altersgruppen. Allerdings haben wir uns zunächst mit eigenen „Impaakathons“ (Hackathons) an Universitäten eher auf Studenten, Alumni und Professoren konzentriert. Daraus ist ein Grossteil unserer ersten Beiträge entstanden.

 

Wie verhindert ihr, dass die Plattform mit Vorurteilen, Gerüchten und Falschmeldungen gefüttert wird?

Obwohl wir nicht ausschliessen können, dass Fake News oder Gerüchte auf die Plattform gelangen, werden unsere Mitwirkenden gebeten, ihre Quellen offenzulegen. So können wir zuverlässige Quellen von haltlosen Gerüchten und Falschmeldungen unterscheiden.

Ebenso können wir Mitwirkende nicht daran hindern, ihre eigene Meinung einfliessen zu lassen. Jedoch mildert die Grösse und Vielfalt unserer Gemeinschaft etwaige Verzerrungen durch persönliche Vorurteile ab.

Wichtiger ist, dass wir unsere Community bitten, die Impact Notes anhand dreier Kriterien zu überprüfen und zu bewerten, einschliesslich deren Objektivität. Eine Analyse mit einem schlechten Objektivitätswert wird es wahrscheinlich nicht an die Spitze der Meistgelesenenliste schaffen, die zur Impact-Bewertung eines Unternehmens verwendet wird.

 

Welches Unternehmen wird am meisten gesucht?

Aus heutiger Sicht können wir noch keine statistisch relevanten Schlussfolgerungen ziehen. Gleichwohl haben die Impact-Notes von Nestlé bis anhin die meisten Bewertungen erhalten, dicht gefolgt von Amazon.  

Image of Impaakt’s SDG evaluation of Amazon

Ein Beispiel für die Informationen über Amazon auf Impaakt.com

 

Wozu kann Eure Plattform eingesetzt werden? Wofür können die Informationen verwendet werden?

Einerseits können Vermögensverwalter die Auswirkungen ihrer Aktien- und Obligationenportfolios messen, was ihnen dann beispielsweise beim Reporting oder der Portfoliooptimierung hilft.

Auch Unternehmen, die sich mit der Konkurrenz vergleichen und Schwachstellen identifizieren wollen, profitieren von unserem Service.

Schliesslich kann die Plattform auch von Privatpersonen verwendet werden, um die besten Unternehmen zu identifizieren, für die man arbeiten oder deren Produkte man kaufen kann.

 

Zu guter Letzt, wie sieht die Zukunftsvision für die Impaakt-Plattform aus?

Wir sehen die Plattform als Referenz für professionelle Vermögensverwalter, Unternehmen und die breite Öffentlichkeit. Wir wollen, dass Leute in der Lage sind, die Auswirkungen aller möglichen Unternehmen zu messen – von den multinationalen Unternehmen bis hin zu den kleineren, lokalen Akteuren.

Tillmann Lang

Tillmann Lang

CEO und Gründer
E-Mail Adresse tillmann@yova.ch
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Tillmann beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Frage, wie man die Welt nachhaltiger machen kann – und welche Rolle das Finanzwesen dabei spielt. Vor der Gründung von Yova arbeitete Tillmann mehr als 6 Jahre bei der Strategieberatung McKinsey & Company.